Die «Teleboy» Show lief im Schweizer Fernsehen vom 23. 2. 1974  –  31. 12. 1981

Das Rezept war – aus heutiger Sicht – simpel: Man nehme etwas Musik und Sketche, mische sie mit einem Spiel um Situationen und Reaktionen mit zwei Kandidaten-Ehepaaren und würze das Ganze mit einem sympathischen Moderator. Fertig war die abendfüllen­de Samstagabendshow «Teleboy».
Die Live-Kiste aus dem Studio 1 übertraf schon bei der ersten Sendung am 23. Februar 1974 alle Erwartungen:
Mit Zuschauerzahlen von über 2 Milli­o­nen (!) ist «Teleboy» bis heute die erfolgreichste selbstproduzierte Unterhaltungssendung in der Geschichte des Schweizer Fernsehens.

Wie erklärt «Teleboy»-Erfinder Kurt Felix den Erfolg? «Es war eine Schweizer Erfindung, zielgenau auf das heimische Publikum ausgerichtet.» Mit ein Grund war sicher die versteckte Kamera: Unvergessen etwa der «Gipfeli»-Film* 1974, der Kurt Felix fast grossen Ärger einbrachte, da eines seiner Opfer ein hoher SRG-Funktionär war. Oder das verzweifelte «Söll e mol choo!»* eines Rentners, der 1977 vergeblich mit der Fernbedienung eines Modellflugzeugs kämpfte. Nach 36 Sendungen ging am 31. 12. 1981 der letzte «Teleboy» über den Sender. Eine Show, die wahrscheinlich heute noch – zeitgeistig etwas aufgepeppt – Erfolg haben könnte.  (von Gabrielle Jagel)

Soll e mol cho:
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Gipfeli Sketch:
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Der „Soll e mol cho“-Ausruf schrieb sogar musikalische Geschichte: Das Trio Eugster war mit der Single „Soll emal Choo“ sechs Wochen in den Schweizer Charts, davon zwei Wochen auf Platz 2.