«Grell pastell» war vom 27.  3. 1987 – 1. 12. 1994 bei SF im Programm

Im November 1988 schockte Kurt Aeschbacher die Zuschauer mit der Ankündigung eines Striptease. Er stoppte jedoch die Dame, als sie sich bis auf den Bikini entblättert hatte – auf Wunsch des Fernsehpublikums. «Grell pastell» wollte die Zuschauer aufrütteln, verblüffen, schockieren.
Das gelang schon mit der ersten Sendung am 27. März 1987 zum Thema «Geld». Moderator Kurt Aeschbacher verblüffte die Schweizer, indem er verkündete, wie viel er verdiente. «Wir wollten ein Tabu brechen und waren erstaunt, wie viel die Frage nach Herrn und Frau Schweizers Verdienst zu reden gab», erinnert er sich.
1992 fielen die Hüllen ein weiteres Mal: «Aeschbi» selber liess munter die Hosen runter und plauderte mit blutten und angezogenen Gästen. Das schockte zu jener Zeit aber schon nicht mehr. Nicht selten waren die ausgewählten Themen kontrovers und berührten Tabuzonen, was wiederum allerlei Konsequenzen nach sich zog, u. a. Beschwerden beim Bundesgericht. Kurt Aeschbacher blieb praktisch unbehelligt davon – ja, er avancierte in den 8 Jahren, in denen er 36 Sendungen moderierte, zum Publikumsliebling. «Grell pastell» war sicher das pfiffigste, unkonventionellste Format, das sich das Schweizer Fernsehen bis heute geleistet hat.  (von Gabrielle Jagel)

Der «Grell pastell»-Opener:

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Und noch ein spezielles Highlight:

Interview in der Badewanne mit dem Schweizer Werber Reinhold Weber.