Vom 7. 1. 1962  bis 17. 12. 1979 wurde die Musikshow «Für Stadt und Land» auf SF gezeigt.

Als Alois «Wysel» Gyr 1961 die Leitung des Ressorts «Heimat» beim Schweizer Fernsehen DRS übernahm, erkannte er schnell, dass ein wichtiges Thema fehlte: die Volksmusik. Allen Unkenrufen zum Trotz, man könne Volksmusik und modernes Fernsehen doch unmöglich vereinen, lancierte Wysel Gyr (1927–1999) «Für Stadt und Land» und moderierte die Sendung auch gleich selbst.
Von nun an wurde im Schweizer Fernsehen regelmässig gejodelt, gejauchzt, geörgelt, gegeigt, gezupft und gesungen. Ergänzt wurden die musikalischen Darbietungen durch Filmbeiträge und Dokumentationen. «Wir versuchen, jede Sendung anders zu gestalten. Die Sendung hat keinen Rahmen, sondern einen Wechselrahmen», erklärte Wysel Gyr damals stolz.
Da es zu jener Zeit noch kein Telecontrol gab, hatte man keine Zahlen und wusste deshalb nicht, wie viele Zuschauer
sich von der Volksmusik begeistern liessen. Im Leutschen­bach wurde die Sendung als «volkstümliche Sektensendung» belächelt. Die Statistik belegte dann allerdings, dass bei jedem «Für Stadt und Land» über 50 Prozent aller Schweizer TV-Geräte eingeschaltet waren …!

Stadt und Land mit Wysel Gyr

Gysel Wyr erklärt Gunzgen (1987):