Das «CH-Magazin» mit H lief vom 10. 1. 1975 bis 18. 12. 1984 bei SF DRS

"Herr und Frau Müller" alias Fredy Meier. (© SRF)

„Frau und Herr Müller“ alias Fredy Meier. (© SRF)

Entstanden aus der Zusammenlegung des innenpolitischen Teils der früheren «Rundschau» und dem «Bericht aus Bern» machte es sich das «CH-Magazin» zur Aufgabe, über die reine Informationsvermittlung hinaus Beiträge zur Meinungsbildung für ein politisch interessiertes Publikum anzubieten. Die Information sollte kritisch, ohne Scheu vor «heiligen Kühen», aber sachbezogen dargeboten werden.
Oder mit den Worten von Redaktionsleiter Marco Volken: «Wir werden versuchen, immer Mut zu haben.» Nicht Mut, aber ziemlich starke Nerven brauchte Moderator Jan Kriesemer im «CH-Magazin» vom 15. Juli 1980*, das die Zürcher Krawalle thematisierte. Die Stadträte Emilie Lieberherr und Hans Frick, der SP-Politiker Leonhard Fünfschilling sowie der Polizeikom­mandant Rolf Bertschi stellten sich im Studio der Diskussion. In der Runde sassen auch Herr und Frau Müller als Vertreter der Jugendbewegung. Die beiden sorgten für Aufregung und Verwirrung, da sie härteres Durchgreifen gegen die Krawallmacher forderten. Die Diskussion wurde zur Farce. Später galt das «Müllern» als ein typisches Ver­haltensmuster der Jugendbewegung. Das Kunsthaus Zürich zeigte im Sommer 1994 den «CH-Magazin»-Beitrag im Rahmen der Ausstellung «Dada global». (Quelle: TELE von Gabrielle Jagel)

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Diskussion zu den Zürcher Jugendunruhen