«Klimbim» war der Name einer Comedyserie, die 1973–1979 in der ARD lief.
«Klimbim schmeckt nach Vanille und spielt gern Blindekuh. Klimbim ist unser Leben und ist es mal nicht wahr, dann mach ich mir ’nen Schlitz ins Kleid und find’ es wunderbar.» So über­dreht wie das Titellied war die gesamte Show. In «Klimbim» wurde geblödelt, was das Zeug hielt. Etwa: «Wie lange kann ein Mensch ohne Hirn leben?» – «Keine Ahnung, wie alt bist du denn?» «Klimbim» läutete eine neue Ära der Fernsehcomedy ein. In einer Zeit, als im Vorfeld noch der Hinweis «Es darf gelacht werden» erschien, löste Regisseur Michael Pfleghar (1933–91) mit seinen frivolen Albernheiten den beabsichtigten Aufschrei aus. Mindes­tens zwei prominente Gäste waren pro Folge dabei – und die musste man nicht lange bitten. So unterbrach etwa der französische Chansonnier Gilbert Bécaud für «Klimbim» eigens seine grosse Frankreich-Tournee. Der US-Komiker Jerry Lewis gab sich sogar mehrere Male die Ehre.
Zwar wurden die Hauptakteure Ingrid Steeger (63), Elisabeth Volkmann (1936–2006), Horst Jüssen (1941–2008) und Wichart von Roëll (73) zu Stars, das «Klimbim»-Klamauk-Image blieb aber noch Jahrzehnte an ihnen haften. (JAG)

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