«Lauberhornabfahrt», 9. 1. 1960, SF

Was für uns heute eine Selbstverständlichkeit ist, war vor 51 Jahren eine technische Herausforderung sondergleichen: Am 9. Januar 1960 übertrug das Schweizer Fernsehen erstmals live die Lauberhornabfahrt von Wengen.
Es war eine echte Glanzleistung, wie die Tageszeitung «Volksrecht» damals festhielt. Vor allem, wenn man bedenkt, welche Mittel zur Verfügung standen: vier Kameras und 30 Mitarbeiter.  Sie machten es möglich, dass der Zuschauer die Rennen vom Start bis zum Ziel am TV miterleben konnte.
Besonders schwierig gestaltete sich der Transport, da das winterliche Wengen über keine befahrbaren Strassen verfügte und sämtliche Übertragungsmittel auf die Bahn umgeladen werden mussten. Das ganze Equipment hatte das Gewicht von zehn Tonnen! Für die Installationen wurden 14 Kilometer
Kabel verlegt. Im Vergleich: Bei den diesjährigen Rennen (14. bis 16. Januar) werden rund 110 Mitarbeiter im Einsatz stehen. Insgesamt 11,5 Kilometer Glasfaserkabel werden die Techniker verlegen, etwa 20 Kameras entlang der Piste übertragen das Rennen. Gewonnen hat 1960 der Deutsche Willy Bogner. Aber ehrlich: Auch das Schweizer Fernsehen hätte eine Auszeichnung verdient. (JAG)

Die Abfahrt inspiriert sogar die Kunst, wie der Kurzfilm
Lauberhorn-Rennen im Sommer beweist:

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