«Roseanne», Sitcom, 1990–1996, Pro 7

roseaaUS-Vorzeigemütter bekommen Brechreiz mit heftigem Ausschlag bei ihrem Anblick: Roseanne Conner (Roseanne Barr, 58) ist laut, vollschlank und zynisch. Wenn etwa ihre zickigen Töchter Becky und Darlene streiten, meint Roseanne bloss: «Jetzt weiss ich, wieso manche Tiere ihre Jungen fressen.» Und Göttergatte Dan (John Goodman) nimmt es an Gewicht und Sarkasmus locker mit ihr auf. Mit den Conners eroberte erstmals der sogenannte «White Trash» (wörtlich: weisser Abfall; damit gemeint ist die weisse US-Unterschicht) die Bildschirme. In ihrer Serie wollte Roseanne Barr (sie war Hauptdarstellerin, Erfinderin und Produzentin) hinter die Fassade des «glücklichen» Familienlebens blicken.
Kein Eisen war ihr dabei zu heiss: Homosexualität, Gewalt in der Ehe, Drogen, Teenie-Sex oder Untreue – alles wurde thematisiert. Doch anders als in anderen Serien brüllte sich die Familie dabei an und stritt wie nie zuvor am Fernsehen. Mit Erfolg: Die Sitcom «Roseanne» dominierte jahrelang die US-Quoten und die zwei grossen
Preisverleihungen «Emmy Awards» und «Golden Globes». Erst in der 8. und vorletzten Staffel begann der Stern zu sinken. (NCH)

Die Pilotfolge (mit George Clooney):
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