«Kir Royal»
TV- Satire , 1986, ARD

"Wer reinkommt, ist drin" Adorf, Hildebrand und Kroetz«Das ist ein luxuriöses Getränk», sagte Autor und Regisseur Helmut Dietl damals über «Kir Royal ». Noch während den Dreharbeiten überlegte er, ob dieser Titel auch geeignet sei. «Ich befürchtete, dass er für ein breites Publikum etwas zu Spezielles signalisiert.» Dass seine Bedenken unbegründet waren, zeigte sich schon nach der ersten Folge: Zuschauer wie Kritiker klopften sich die Schenkel blau vor Vergnügen.
Helmut Dietl hatte nach «Monaco Franze» (TELE Nr. 12) einmal mehr Münchner Stil von der besten Sorte TV-gerecht abgemixt. Während 6 Folgen zog er die «Kir Royal»-süffelnden Schickimickis durch den Kakao. Immer in deren Kielwasser der Klatschkolumnist Baby Schimmerlos (Franz Xaver Kroetz , 65), der Star der Serie. Die Storys waren zwar überspitzt, aber stets aus dem Leben gegriffen, denn als Vorlage diente Michael Graeter, ein  Boulevardkolumnist der Münchner «Abendzeitung». Helmut Dietl freute sich schelmisch: «Die Münchner Gesellschaft soll ruhig rätseln, wer mit wem gemeint ist.» Und Graeter prahlte: «Ähnlichkeiten mit mir sind kein Zufall. » (JAG)

2009 unternahm Dietl einen Anlauf „Kir Royal“ neuerdings zu verfilmen. Franz Xaver Kroetz sollte allerdings keine Rolle spielen, die beiden hatten sich verkracht. Dafür war Michael „Bully“ Herbig im Gespräch. Bei Gesprächen blieb es dann auch bis zum heutigen Tage. Schade.

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