«Stahlnetz», Krimiserie
1958–1968, NDR /WDR

(Foto: NDR)

James Bond würde blass vor Neid. (Foto: NDR)

«Dieser Fall ist wahr! Er wurde aufgezeichnet nach den Unterlagen der Kriminalpolizei. Nur die Namen von Personen, Plätzen und die Daten wurden geändert, um Unschuldige und Zeugen zu schützen.» Mit diesen Worten begann jede der 22 Folgen von «Stahlnetz», nachdem die Straftat
zuvor nachgestellt worden war. Die Krimiserie, geschrieben von Wolfgang Menge und von Regisseur Jürgen Roland in Szene gesetzt, gilt als Vorgänger Vorgänger des «Tatort» und war Spannung pur. Um die Authentizität der Fälle zu unterstreichen, wurden die Kommissare und deren Mitarbeiter praktisch ausnahmslos von wechselnden Schauspielern gespielt, u. a. von Hellmut Lange, Heinz Engelmann oder Rudolf Platte. Auch in der ehemaligen DDR, wo mit Vorliebe West-Fernsehen geschaut wurde, war die Serie auf Platz 1 der Zuschauergunst. Das bewirkte, dass sich die dortigen Verantwortlichen genötigt sahen, eine eigene, ebenfalls authentische Krimiserie ins Leben zu rufen: So entstand 1959 das Ost-Pendant «Blaulicht». 1999 gab es ein Comeback für «Stahlnetz»: Der Erfolg war jedoch nur mässig – und so wurde die Serie, nach lediglich sechs Folgen, 2003 wieder eingestellt. (JAG)

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