Krimiserie, 1974–1978, ARD

Vorbei war’s mit höflicher Konver­sation und mit Verdächtigen à la «Kommissar». Nun wurden dem Zuschauer zynische Sprüche um die Ohren gehauen («Isses wahr!» – «Entzückend Baby»). Lt. Theo Kojak (Telly Savalas, 1922–1994) vom 13. Revier in Südmanhattan, New York, ermittelte so, wie er es für richtig hielt. Gerne setzte der Lollipop lutschen­de Macho (Savalas’ Idee, da er mit dem Rauchen aufhören wollte) dabei seine Assistenten Crocker (Kevin Dobsen) und Stavros (George Savalas, Tellys jüngerer Bruder) als Lockvögel ein, um sie in allerletzter Minute aus der Bredouille zu holen – und sich zum Helden zu machen.
Dem griechischstämmigen Kahlkopf Savalas gelang mit der Krimiserie «Einsatz in Manhattan»* endlich der Durchbruch. Dabei hatte ihn die Rolle anfänglich gar nicht gereizt. Er liess sich dann breitschlagen, im Pilotfilm mitzuspielen, betonte aber immer, dass eine Serie für ihn nicht in Frage käme. Bis das Angebot kam: 40 000 Dollar pro Folge. Das war mehr, als ein Serienstar jemals gekriegt hatte. Flugs unterschrieb Telly Savalas den Vertrag, und auf den Pilotfilm folgte eine 118-teilige Serie, die sich in 54 Ländern verkaufte, «Kojak» zum Mil­lionär und unsterblich machte.

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