«Schreinemakers live», der Eklat
22. August, 1996, Sat

„Margarethe Schreinemakers Karriere
gleicht einer Seifenoper mit dem Titel:
«Von der Quotenkönigin zur Steuerflüchtigen».
Der Durchbruch gelang ihr

mit der Talkshow «Schreinemakers
live», die Ende Januar 1992 erstmals
auf Sat 1 ausgestrahlt wurde. Die Talkerin
lud Bettnässer, Pädophile oder
Schamhaar-Friseure in die Sendung
ein, je ausgeflippter desto besser.
Die Sendung erreichte zu Spitzenzeiten
über acht Millionen Zuschauer.
Finanzminister Theo Waigel warf ihr
Steuerflucht nach Belgien vor. Die Medien
bezeichneten sie daraufhin als
«Miss Gierig». Schreinemakers ging
zum Gegenangriff über: In ihrer eigenen
Sendung vom 22. August 1996
wollte Sie zum «Fall Schreinemakers»
Stellung nehmen – was Sat 1 gar nicht
gefiel. Begründung: Der Sender wolle
nicht PR-Plattform sein für Schreinemakers
private Probleme. Zum ersten
Mal in der deutschen TV-Geschichte
wurde darum eine Livesendung abgewürgt,
und News-Mann Ulrich Meyer
verlas eine Stellungnahme des Senders.
1997 ging sie zu RTL, wo «Schreinemakers
TV» nach einem Jahr wegen
tiefer Quoten abgesetzt wurde.“ (Carlotta Henggeler)

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Auf Margarethe Schreinemakers Webseite datiert der letzte Blogeintrag aus dem Jahr 2009