«Weihnachten bei Hoppenstedts»
Sketch, 7. 12. 1978, ARD

„«Zickezacke, Hühnerkacke» – das
wohl kürzeste Weihnachtsgedicht seit
Menschengedenken. Seit 1978 ist der
vom jüngsten Spross der Familie Hoppenstedt,
Dicki, aufgesagte Reim zum
Fest nicht mehr aus dem Fernseh-
Weihnachtsprogramm wegzudenken.
Auch 2011 wird die Geschenkpapier-
Orgie mit Loriot als Opa Hoppenstedt
(«Früher war mehr Lametta») und
Evelyn Hamann als Mutti («Jetzt seid
doch mal gemütlich!») ganze acht Mal
alias Loriot (1923–2011) die Rolle des
knorrigen Marschmusikliebhabers erst
gar nicht spielen – der struppige Bart
soll nämlich fürchterlich gekratzt haben.
Loriot, bekannt als Perfektionist,
überliess auch bei den Dreharbeiten zu
diesem Sketch nichts dem Zufall. Ganze
achtzig Mal musste Moppel Dicki
den Fussball gegen den Fernsehapparat
kicken, bevor sich Von Bülow zufriedengab.
Apropos Dicki: Loriot liess
es bewusst offen, ob es sich dabei um
ein Mädchen oder einen Jungen handelt
(«Wir heissen alle Hoppenstedt»).
Erst 2003 löste der «Stern» das Rätsel:
Dicki war ein Mädchen namens
Katja Bogdanski, ist heute 40 Jahre alt
und Kosmetikverkäuferin.“ (Gabrielle Jagel)

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