Stephanies Fall
26. 9. 1995 «10 vor 10», SF 1

„Es passiert beim Verlesen der Eishockey-Resultate: Ein Fehler auf der Resultate-Tafel bringt «10 vor 10»- Moderatorin Stephanie Zimmermann aufs Glatteis und ins Stocken. Mehrmals bricht sie ab, sie ist völlig aus dem Konzept, den Tränen nahe. Schlussendlich klappt’s zwar, aber auch Zimmermann weiss: Für Negativschlagzeilen ist gesorgt. In der Tat: Am Donnerstagmorgen titelt der «Blick»: «5 vor 12 für Stephanie». Und fragt ganz offen, wann SF endlich handelt, sprich: Zimmermann absetzt.
Ende März 1995 hatte die damals 32-jährige Walliserin ihre Premiere beim Newsmagazin. Und von Beginn an hagelte es Kritik. Sie sei angespannt und leiste sich zu viele Versprecher. «10 vor 10»-Chefin Jana Caniga stellt sich schützend vor Zimmermann und bittet um Geduld. Sie werde sich noch entwickeln. Doch vom Boulevard scharf beobachtet, leistet sich Zimmermann auch in der Folge zahlreiche Unsicherheiten. Die Routine will einfach nicht kommen. Und dann passiert am Eishockey-Dienstag das verhängnisvolle «Blackout». Ein paar Wochen später arbeitet Stephanie Zimmermann nicht mehr bei «10 vor 10».“ (Gion Stecher)