«Tagesschau»
Newsformat, 17. 2. 2000, ARD

„Livesendungen sind die Perlen unter
den unvorhersehbaren TV-Ereignissen.
Wie etwa die Morgenausgabe der
«Tagesschau» der ARD vom 17. 2.
2000. Wie immer begrüsste Sprecherin
Susanne Daubner die Zuschauer mit
einem kurzen «Guten Morgen», als
hinter ihr plötzlich ein freundliches
«Morgen» zurückkam. Während Frau
Daubner, die sich ein Schmunzeln
nur schwer verkneifen konnte, eine
Meldung über die Neubesetzung
von CDU-Spitzenämtern verlas, lief
hinter ihr ein Schatten durchs Studio.
Ein Putzmann, der anscheinend nicht
mitgekriegt hatte, dass die «Tagesschau»
schon auf Sendung ist, waltete
seines Jobs und leerte in aller
Ruhe den Papierkorb und legte einen
neuen Plastiksack ein.
Doch dann schien der Putzmann, der
unfreiwillig «Tagesschau»-Geschichte
geschrieben hatte, seinen Fauxpas
zu bemerken. Gebückt machte er sich
aus dem Staub. Das Ganze dauerte
lediglich 30 Sekunden – für Susanne
Daubner allerdings eine kleine Ewigkeit.
Sie nahm’s jedoch mit Humor:
«Das zeigt, dass die ‹Tagesschau›
auch menschlich ist und dass unfreiwillige
Komik dazugehört.»“ (Gabrielle Jagel)

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