«Like a Prayer»
Musikclip, März 1989

 Brennende Kreuze, unheilige Heilige und Stigmata an den Händen: Madonna liess in ihrem Videoclip zu ihrer Single «Like a Prayer» kein religiöses Symbol unbehelligt und erzürnte damit viele Gemüter. Der Clip erzählt die Geschichte eines Afroamerikaners (gespielt von Leon Robinson), der unschuldigerweise des Mordes angeklagt wird. Madonna sieht die Täter, flüchtet in die Kirche, küsst dort einen Heiligen (auch wieder Robinson). Durch Madonnas Aussage kommt er wieder frei. Die American Family Association prangte den blasphemischen Clip an, auch MTV Deutschland zeigte das Video nur noch nachts. Es kam noch dicker für den italo-amerikanischen Popstar: Pepsi setzte den TV-Spot mit Madonna ab, löste sein Sponsoren-Engagement der Welttournee (Wert: fünf Millionen Dollar) auf. «Damals hat mein Toursponsor am meisten Probleme gemacht», erinnert sich Madonna, «die hatten Angst wegen der erotischen Anspielungen, aber sie haben gezahlt, sind abgehauen, das war’s.» Das Musikmagazin «Rolling Stone» krönte ihr viertes Album «Like a Prayer» zu einem der besten Pop- und Rockalben aller Zeiten. (Carlotta Henggeler)

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