Papst-Attentat
13.5.1981, SRF1

 

 Hunderttausende hatten sich am 13. Mai 1981 zur Generalaudienz des Papstes Johannes Paul II. (1920–2005) auf dem Petersplatz versammelt. Während der Papst der Herzen in einem offenen Geländewagen langsam durch die jubelnde Menge gefahren wurde, fielen plötzlich Schüsse. Millionen von Fernsehzuschauern auf der ganzen Welt mussten voller Entsetzen miterleben, wie der Pontifex Maximus von zwei Kugeln getroffen zusammenbrach. «Während wir bei Audienzen jedes Mal um das Leben des Papstes bangten, hatte Johannes Paul II. nie Angst. Er suchte stets den Kontakt zum Volk», so der frühere Schweizergardist Gregor Volken kurz nach dem Anschlag. Dass der Papst seinem Attentäter (Anm.: Ali Agca) noch auf dem Krankenbett verzieh und ihn Ende 1984 bei einem Besuch im Gefängnis sogar umarmte, machte ihn in den Augen vieler Gläubigen zu einem Heiligen. Und führte dazu, dass nach seinem Tod am 2. April 2005 die versammelte Menge auf dem Petersplatz mit dem Ruf «Santo subito» die rasche Heiligsprechung von Johannes Paul II. forderte.

Sechs Jahre später, am 1. Mai 2011, wurde er von seinem Nachfolger, Papst Benedikt XVI., selig gesprochen. (Von Gabrielle Jagel)

 

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Das Attentat in der SRF-Mediathek

http://www.srf.ch/player/tv/news-clip/video/attentat-auf-papst-jahannes-paul-ii–tagesschau-2-4-2005-19-uhr?id=33f4fff2-6c9b-4638-bd1e-0b3a2743831e