«Mister Schweiz»

1994–2012, Zürich

Im Sommer 2012 wird Sandro Cavegn (29) zum schönsten Schweizer gewählt. Er ist bislang der Letzte, der sich offiziell als schönster Schweizer betiteln darf. Nach Cavegns Sieg auf 3+ ist fertig lustig für die Mister-Schweiz- Wahl. Dem Schönheitswettbewerb am Fernsehen wird der Stecker gezogen. Der Grund: Jahr für Jahr lockte der männliche Beauty-Contest weniger Zuschauer vor den Fernseher – Sponsoren wollten nichts mehr davon wissen. Sie sprangen ab und versetzten der Show den Todesstoss. Dabei tat man alles, um aus der verstaubten Wahl eine modernere Show zu machen. Das hatte sich der neue Besitzer der Mister-Organisation, Verleger Jürg Marquard, 2006 bei der Übernahme vorgenommen. Eine Herkules-Aufgabe.
Auch das Facelifting der Sendung half nichts. 2014 kommt das definitive Aus. Der letzte amtierende Mister, Sandro Cavegn, spürte schon das drohende Ende: «Es ist vorbei, der Markt ist überflutet. Die Leute haben genug von den zahllosen Castingshows.» Dabei lief das Business mit den Beaus lange gut: 1994 wurde mit André Roger Weiss der erste Schönling gewählt. Auf dem Höhepunkt der Mister-Manie verdiente sich André Reithebuch 2009 eine goldene Nase: 450 000 Franken.

 

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