Rückkehr eines Toten «Dallas», 2. 12. 1986, ARD

Manch ein Zuschauer rieb sich damals verwundert die Augen! Wir alle waren doch Zeuge geworden, wie Sonnyboy Bobby Ewing in der «Dallas»-Folge vom 29. April 1986 von einem Auto angefahren wurde und den Serientod starb. Und nun, ein halbes Jahr bzw. 30 Folgen später, stand er quicklebendig unter der Dusche und sagte, als ob nichts geschehen wäre, fröhlich zu seiner Frau Pam (Victoria Principal): «Guten Morgen»!* Wollten uns die Drehbuchautoren veräppeln? Vorsichtig ausgedrückt: jein.
Die seltsame Geschichte fing damit an, dass für Patrick Duffy (65) alias Bobby die Serie offenbar zu unmoralisch wurde. Er wollte aussteigen. Böse Zungen jedoch behaupteten, die höhere Gage seines TV-Bruders Larry Hagman sei der wahre Grund. Letzterer war es dann, der Duffy zur Rückkehr überredete, weil die Quoten in den Keller gerasselt waren.
So liessen die Serienmacher Bobby ein Jahr später wiederauferstehen. Da es noch kein Internet gab, konnte auch vorab nichts durchsickern. Die Aufklärung für die TV-Nation war dann ganz simpel: Bobby war nie tot, die komplette Handlung der vergangenen Folgen war nur ein Albtraum seiner Gattin Pamela … Tja, im Fernsehen ist eben alles möglich.

 

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