Einschaltquoten sind für TV-Sender
so etwas wie der Herzschlag. Allerdings
gilt für sie: je höher, desto besser.
Bei Sat 1 zeigte die Kurve Mitte
der 90er-Jahre aber nur in eine Richtung
– nach unten. Wie holt man sich
das abgewanderte Publikum zurück?
Die Lösung hiess Thomas Gottschalk.
Mit einer grossen Abendshow sollte
er dem dümpelnden Kahn neuen Schub
geben.
«Gottschalks Hausparty»,basierend
auf dem englischen basierend auf dem englischen Format «Noels House-Party», entpuppte sich als Show, der das Konzept zu fehlen schien. Da wurde einerseits
mit hochkarätigen Gästen wie etwa
Udo Jürgens oder Robin Gibb geplaudert,
andererseits wurden ahnungslose
Zuschauer zuhause mit einer versteckten
Kamera überrascht. Absolut nicht
reinpassen wollte die grüne Glibber-
Dusche, die sich über Kandidaten ergoss,
wenn sie im Spiel «Schein oder
Schleim» eine falsche Antwort gaben.
Auch der Butler namens Richard,
der etwas Slapstick reinbringen sollte,
vermochte nicht wirklich zu punkten.
Der damalige SRF-Fernsehdirektor
Peter Schellenberg urteilte ebenfalls
hammerhart: «‹Gottschalks Hausparty›
würde ich nicht einmal am frühen
Morgen ausstrahlen.» Sie ahnen
es sicher:
Nach 50 Folgen wurde die Show abgesetzt.

 

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