«Jackass»

2001/2002, MTV Deutschland

Sie lassen sich die Pobacken zusammenbostitchen, wresteln im Bärenkostüm gegen echte Bären, schieben sich Autöli hinten rein und lassen sich dann röntgen: Die Stunts der «Jackass»- Truppe kennen keine Schmerzgrenze. Die Idee zur kontroversen MTV-Kultsendung um Anführer Johnny Knoxville entstand per Zufall. Knoxville, ein mittelmässiger Schauspieler aus Texas, hielt sich damals mit diversen Jobs über Wasser. So sollte er etwa für das Skateboard-Magazin «Big Brother» einen Artikel über Selbstverteidigungsgeräte verfassen. Das Magazin ist bekannt dafür, Tabus zu brechen. Herausgeber
Jeff Tremaine bat Knoxville, einen Clip des Selbstversuches für den «Big Brother»-Videokanal zu drehen. Knoxville probierte Taser und andere Geräte an sich aus. Der Clip schlägt ein wie eine Bombe. US-Filmproduzent und Regisseur Spike Jonze («Her»), ein Freund von Tremaine, erkennt gleich das Potenzial. Jonze wird Miterfinder der MTV-Stuntshow. In der ersten «Jackass»-Folge probiert Knoxville, den L. A River zu überspringen – und bricht sich den Knöchel. Folge: In der 1. Staffel muss er eine Knöchelbandage tragen und an Krücken gehen. Viele Knochenbrüche später wird die Sendung trotz guter Quoten nach nur zwei Jahren in den USA abgesetzt.

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