Biellmann-Pirouette  1974

CH-Juniorenmeisterschaft

Bereits mit zarten elf Jahren tritt die Zürcher Schülerin Denise Biellmann 1974 an der Schweizer Juniorenmeisterschaft in Bern an und zeigt dort erstmals ihre berühmte Pirouette. Sie siegt, und die elastische Dynamik der Figur löst beim Publikum Begeisterungsstürme aus. Biellmann erklärt ihre Kreation von damals: «Meine Pirouette ist ein Spagat im Drehen. Ich habe diese in der Akrobatikstunde erlernt und aufs Eis gebracht.» Und was sagt sie dazu, dass laut Wikipedia die Eiskunstläuferin Karin Iten (1956– 2010) als Erfinderin gilt? «Das ist nicht korrekt.» Die Erklärung: Iten habe eine
andere Pirouetten-Art gezeigt, quasi eine Vorform. Die Internationale Eislaufunion ISU hat das nach Biellmann benannte Element offiziell ins Wertungsreglement aufgenommen, damit erreicht man bei den Pirouetten die höchste Punktezahl.
Die Liste von Biellmanns sportlichen Erfolgen ist lang: mehrfache Schweizermeisterin, Welt- und Europameisterin 1981. Seit 2015 ist sie die erste Schweizerin, die in der «World Figure Skating Hall of Fame» aufgenommen wurde. Damit zählt sie offiziell zu den berühmtesten Sportlern der Welt. Die Eiskunstlauf-Ikone Denise Biellmann arbeitet heute als Privatcoach («Ich trainiere Nachwuchstalente in Sprung-und Pirouettentechnik»), leitet Workshops und hält Referate. Die Schlittschuhe an den Nagel zu hängen, daran denkt die fitte 52-Jährige noch lange nicht.

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