Im Dezember 1995 startete Sat 1 eine regelrechte Show-Offensive gegen seinen Konkurrenten RTL. Praktisch zeitgleich schickte der Münchner Sender zwei Publikumsgrössen an den Start: Thomas Gottschalk mit der wöchentlichen Talkshow «Gottschalks Hausparty» (siehe TELE Nr. 17) und Fritz Egner mit dem täglichen Vorabend-Quiz «XXO – Fritz & Co.».
Die Aufgabe der zwei Kandidaten war relativ einfach: Sie mussten erraten, ob die Behauptungen der neun Prominenten, die in einer Art Riesenwürfel mit 9 Boxen sassen, stimmen oder nicht. Wie im Strategiespiel Tic Tac Toe wurden die richtigen Antworten mit einem X oder O belegt. Die Show, die eigentlich ein Comedy-Format sein sollte, erfüllte ihren Auftrag nicht. Ob es an den übertrieben lustigen Fragen des Moderators oder an den forciert witzigen Antworten der Promis lag, ist schwer zu sagen. Vielleicht war der Grund auch, dass es immer mehr an A-Promis fehlte. So wurde etwa der unbekannte Chefredaktor des «Playboy» eingeladen. «Wir haben unterschiedliche Prominente. Prominente, die jetzt nicht so bekannt sind, und bekanntere Prominente», rechtfertigte sich der Produzent der Sendung. Nach 10 Monaten wurde das Quiz eingestellt. (Gabrielle Jagel)

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