«Leben wie zu Gotthelfs Zeiten»

26. 7. 2004 – 13. 8. 2004, SRF 1

Familie Zuppiger machte eine Zeitreise in Zeiten ohne Luxus. (Foto: SRF)

Familie Zuppiger machte eine Zeitreise in Zeiten ohne Luxus. (Foto: SRF)

SRF anno domini. So etwa könnte man den Ausflug ins 19. Jahrhundert bezeichnen, den «Schweiz aktuell» anlässlich des 150. Todestags des Schweizer Schriftstellers Jeremias Gotthelf im Sommer 2004 wagte.
Gesucht wurde im Vorfeld eine Familie, die bereit war, für drei Wochen auf jeglichen Luxus wie Elektrizität, Auto, fliessend Wasser etc. zu verzichten. Überraschend viele Familien meldeten sich, wollten «Leben wie zu Gotthelfs Zeiten»*. Nach einem Casting, in dem die Kandidaten ihr handwerkliches Geschick
und den Umgang mit Tieren zeigen mussten, wurde Familie Zuppiger aus Bollingen SG ausgewählt. Vater Josef, Mutter Mirta sowie die Kinder Anina, Quirin und Niklas.
Hunderttausende Zuschauer verfolgten täglich, wie Zuppigers sich den Aufgaben stellten. Andere, rund 160 pro Tag, pilgerten ins Emmental zum Sahlenweidli – in der Hoffnung, einen Blick auf die Familie zu erhaschen. Auch wenn die Absicht noch so nett war («Kann ich diese Kekse Niklas bringen?») – durchgelassen wurde niemand.
Das Format war so erfolgreich, dass flugs noch eine Winter-Staffel auf die Beine gestellt wurde. Und auch die 7-köpfige Familie Koller aus Berneck SG bescherte SRF Traumquoten. Ein klares Zeichen: bitte mehr davon.

Leben wie zu Gotthelfs Zeiten in der SRF Mediathek